Archiv nach Kategorie "*Regenbogenbrücke"

Collin *27.01.2008 – 20.11.2009

Veröffentlicht in *Regenbogenbrücke am 21. November 2009 von nervnasen

Mein Klopsi,

heute Abend um 22.04Uhr bist auch du über die RBB gegangen. Auch bei dir ging es Knall auf Fall. Deine Lunge war ebenso dicht, wie bei deinen Freunden.

Wir haben keine Ahnung, was hier gerade vor sich geht. Wir wissen nur, dass sobald es ein Symptom gibt, es auch schon zu spät. Die Lungen sind von jetzt auf gleich völlig dicht, es gibt keine Chance mehr, dass etwas anschlägt. Es bleibt uns nur noch die Euthanasie.

So wie nun auch bei dir. Ich habe dich pumpend vorgefunden und bin gleich zum TA, um dich gehen zu lassen. Bitte, bitte sag mir, dass es jetzt nicht mehr weiter gehen wird. Ich kann das nicht mehr lange aushalten. Ihr könnt mich nicht nach und nach alle verlassen und davon stehlen. Heute Morgen ging es dir noch gut und jetzt ist es schon mit deinem Leben vorbei.

Ach man… Du bist noch nicht einmal 2 Jahre alt geworden. So jung musstest du schon von uns gehen.

Mit jungen 5 Wochen bist du zusammen mit deinen beiden Brüdern Flummi und Ferry zu mir gekommen. Beide sind bereits gegangen. Ferry nur wenige Stunden vor dir.

Beide am gleichen Tag zur Welt gekommen und beide am gleichen Tag in die Ewigkeit zurück gekehrt.

Ach mensch, du warst immer ein kleiner Löwe und hast gespielt wie ein Wahnsinniger. Immer in Bewegung, Stillstand war für dich grausam. Bei Integrationen warst du immer ganz vorne mit dabei und naja, wie soll ich sagen… nicht sehr nett, wenn ich es mal so ausdrücken darf. So oft hast du zusammen mit deinem Bruder gestänkert und geborstelt.

Oh man, ich hätte euch zwei so oft verkaufen, aussetzen, an die Wand tackern können. So alte Zicken. Man gut, dass ihr bereits kastriert wart, sonst hätte es echt übel ausgehen können.

Eine zeitlang warst du auch zu mir ganz schön zickig. Ich musste, gerade wenn du geschlafen hast und ich an dir vorbei gegriffen habe, echt aufpassen, dass du mir nicht sonstwas abgebissen hast. Nach 1-2 Moante hatte es sich dann aber ebenso schnell wieder gelegt, wie es gekommen war.

Keine Ahnung, was du hattest, Wechseljahre oder so :)

In deinem Rudel hast du zusammen mit deinem Bruder die Chefetage geführt. Keiner durfte und sollte sich euch in den Weg stellen. In den letzten Wochen konnte man sehen, dass du schon älter geworden bist. Du hast ein wenig Muskelmasse abgebaut und dich auch etwas schwerfälliger bewegt, dir ging es gut. Leute, die dich nicht gekannt haben, wäre es bestimmt noch nicht einmal aufgefallen. Mir ist es aufgefallen – ich kannte dich ja nun auch in und auswendig…

Du warst in deinem Leben selten krank, bis auf etliche Abszesse, die wir spülen musstest, hast du kaum Medikamente bekommen.

Nun ist dein Lebensabend so schnell und heftig eingetretend, dass wir nicht die Möglichkeit hatten, irgendwas zu machen, dass dir helfen kann – ich kann es immer noch nicht fassen. Bin völlig fertig und irgendwie fühle ich mich außerstande, vernünftige Sätze zu schreiben – ich hoffe, du siehst es mir nach.

Dein Leben verlief Gott-sei-Dank nach dem schlechten Start ins Leben gut. Ich denke, es hat dir hier ganz gut gefallen und du hast dich hier wohl gefühlt.

Machs gut und grüß mir die anderen. Ich habe dich sehr lieb…

 

Ferry *27.01.2008 – 20.11.2009

Veröffentlicht in *Regenbogenbrücke am 21. November 2009 von nervnasen

 

Hallo mein Mopsi,

nun hat es auch dich getroffen. Gestern war deine Lunge noch frei, am Abend hast du angefangen zu nuckern. Auf deiner Lunge konnten wir auch nichts hören, aber aufgrund der heftigen Todesfälle in der letzten Zeit, haben wir beschlossen, dir auch Medis zu verabreichen.

Heute früh bist du mir über den Weg gelaufen, da war noch alles relativ in Ordnung, eine Stunde später haben wir uns dann auf dem Weg zum TA wiedergefunden. Deine Lunge war dicht, nichts schlug an, alles wieder einmal völlig zum Kotzen. Ich kann nicht fassen, dass es so rapide geht und wir nicht herausfinden, was es ist. Ein Virus steht als Vermutung im Raum, der auch ganz plötzlich von jetzt auf gleich die Luft nimmt.

Schnell bist du eingeschlafen. Du musstest dich nicht lange quälen und konntest ganz in Ruhe zu deinem Bruder Herrn Flummi Schaf, der schon etliche Monate vorher gegangen ist, gehen. Zusammen mit Phil bist du über die große Brücke gegangen, wenigstens nicht allein. Kein Trost, ich weiß.

Als kleiner Jungs mit knapp 5 Wochen bist du zusammen mit deinen beiden Geschwistern Collin und Flummi eingezogen. Ihr hattet super plüschiges Fell und wurdet deshalb von uns als die Schafe bezeichnet. Du konntest nicht still sitzen, bist ständig hin und her gehüpft – kleine Nervensägen :)

An den Fingern hast du gezogen und versucht meine Ringe zu klauen, tja und nun… nun bist du nicht mehr da :(

Du hast nach deiner Kastration ziemlich zugenommen und bist ein richtiger Klops geworden. Kein deut fauler, auch nicht bei Integrationen – gerade da nicht, du warst ziemlich dominant und konntest völlig aufdrehen. Ich hätte dich manchmal auch erschießen können. Ich weiß nicht weshalb du ständig Abszesse hattest, an den vielen Kloppereien, an denen du maßgeblich beteiligt warst, kann es sicherlich nicht gelegen haben *ironie*

Oft mussten wir spülen und spülen und spülen. Für dich war es nervig und für mich aus. Dein Bruder Collin kam ganz nach dir und hatte ebenso viele Abszesse.

Ich hätte auch auch manchmal am liebsten… Ebenso, wenn du die ganze Zeitung weggeschleppt hast… Man, die musste doch auf der Etage liegen bleiben – wie oft habe ich es dir erklärt. Du hast mich mit deinen großen Augen angesehen und es dann doch weiter gemacht. Ich habe dir mit Stubenarrest, Taschengeldentzug etc gedroht, geholfen hat es nicht, kann ich gar nicht verstehen :)

Zu mir warst du immer ein kleines Schlabbermonster, hast meine Finger so lange gelutscht, bis trief nass waren. Deine Neugier war kaum zu bändigen, warst ständig auf Achse und hast immer alles erkunden und inspizieren müssen. Nichts ging ohne dich.

Komisch, dass du jetzt nicht mehr da sein wirst.

Du warst so knuffig und liebiz und nun, nun ist alles vorbei und unsere Wege trennen sich. Ich hoffe, dass du gerne mit mir zusammen einen Teil der Zeit verbracht und gerne hier gewohnt hast.

Ich werde dich sehr vermissen, denk dran, dass ich dich sehr lieb habe.

Machs es gut und lass es dir gut gehen. Grüß mir die anderen.