Meine schwarze Nervensäge,
so schnell musstest du uns nun doch verlassen, völlig unerwartet und auf so miese Weise.
Ich fand dich im Käfig liegend vor, dein Kopf war noch stark, dein Körper nicht mehr so ganz, deine Füße wollten dich nicht mehr tragen. Schnell mussten wir handeln und du bekamst alle nötigen Medikamente, um wieder fit zu werden. Zunächst sah alles gut aus, du hast dich bemüht und dein Körper gehorchte dir auch wieder etwas mehr.
Dann aber wurdest du ganz müde, wir beobachteten dich genau und hofften, dass du dich nur einen Moment ausruhen würdest und wir dich nicht doch gehen lassen müssen, auch hier lagen schon alle Medikamente bereit, für den Fall, dass es nun doch schnell gehen muss. Urplötzlich fingst du an zu krampfen, hast ganz fürchterlich geschrieen und bist dann weggetreten, hattest keine Reflexe mehr. Wir konnten nichts mehr für dich tun und dich nur noch schnell über die RBB schicken, um dir weiteres Leid zu ersparen. Wenige Sekunden hast du gekrampft, bist du bewusstlos warst, das hat schon gereicht, du hattest dies nicht erleben dürfen. Hätten wir geahnt, was passieren wird, hätten wir dich gleich gehen lassen.
Die Zeit, als ich dich gefunden habe, bis zu deinem Tod, waren noch nicht einmal 30 Minuten. Ich hätte nicht gedacht, dass es solch ein grausames Ende nehmen wird. Ich hätte es dir so gern erspart
Du warst noch so jung, ich wünschte ich hätte dich noch länger bei mir haben dürfen. Du hast uns mit deinem Wesen, deiner Art erfreut, hattest selten schlechte Laune und warst immer unterwegs, um Aufträge auszuführen.
Mit 5 Wochen bist du als Vermittlungstier zu mir gekommen, ich mochte dich damals schon sehr gerne, dennoch entschloss ich mich, dich zu vermitteln. Du bist mit 2 weiteren schwarzen Schönheiten umgezogen. Nach 2 Monaten jedoch musste ich euch zurück nehmen, eure neue Besitzerin konnte euch nicht mehr behalten. Ihr wurdet kastriert und nach etlichem Hin- und Herüberlegen, bist du dann mit deinen 2 Freunden, Anubis und Chayon, bei uns geblieben.
Zu anderen warst du am Anfang tierisch dominant, hast etliches Chaos bei Integrationen angerichtet, ich hätte dich würgen können.
Mit deinem Charme hast du alles wieder weggemacht und mich zum Lächeln gebracht. Fremde fandest du toll, hast dich auf ihren Schoß gesetzt, an den Schnürsenkeln gezogen, in die Hose gebissen und und und…
Ich kann mich noch gut an eine Situation erinnern, als wir im Auslauf saßen und Kuchen gegessen haben. Völlig gelassen bist du zu unserem Besuch gegangen, hast ihn erklimmt und ihm ein Stückchen Kuchen geraubt. Keiner konnte böse sein, deine Art, wie vorgegangen bist, war sehr geschickt und freundlich.
Oft habe ich dich abends mit ins Bett genommen, wir beide haben uns dann eine Decke geteilt und sind eingeschlafen… bis du der Meinung warst, auf mir schlafen zu müssen oder es dir besonders bequem im Bett machen zu müssen, sprich, die Decke etwas umzugestalten.
Du warst immer der erste im Auslauf oder auch an der Tür, ich habe mir schon Sorgen gemacht, wenn du mal eine Minute zu spät dran warst.
Köpfchen schrubbeln hast du bis zum Schluss gut gefunden. Ich habe immer ganz dolle auf deinem Kopf hin und hergerubbelt, das Fell wurde schon warm, aber du hast es gut gefunden *lach*
Ach man, ich wünschte, wir beide könnten noch Spaß zusammen haben und die Zeit noch genießen.
Ich kann nicht verstehen, dass du schon gehen musstest, dass alles so schnell ging und wir keinerlei Chance hatten, dir zu helfen
Machs gut meine Schönheit, ärgere die anderen nicht so sehr und frag mal höflich nach, ob dir jemand den Kopf schrubbelt.
Grüß mir die anderen und sei dir gewiss, dass ich dich sehr lieb habe.
Seraphin – Nachkomme Eckertaler Notfall











