Archiv für Januar, 2009

Niell *02.09.2007 – 29.01.2009

Veröffentlicht in *Regenbogenbrücke am 29. Januar 2009 von nervnasen

Hallo meine kleine Nervensäge,

jetzt bist du an einem Ort, an dem schon etliche andere Freunde auf dich warten :(

Heute war es an der Zeit dich gehen zu lassen -  ich hatte so gehofft, dass wir dich noch ein Weilchen bei uns haben können, aber jeder Tag hier, hätte dir nicht mehr wirklich etwas gebracht.

Am 20.01.2009 habe ich dich am frühen Morgen völlig Sekret verschmiert gefunden, du hast geborstelt und deine Äuglein kaum aufbekommen. Gefressen hast du zum Glück noch.

Ich habe dir Medis gegeben und bin dann zur Arbeit gefahren, wo kaum eine Minute verging, in der ich nicht an dich dachte…

Als ich Heim kam, dachte ich, dass mich der Schlag trifft, du kamst mir entgegen gesprungen und nur noch am rechten Auge hast du etwas Sekret gehabt – das an das Elend am Morgen erinnerte.

Dein Verhalten war wie immer, du kamst sofort zu mir und hast die Gelgenheit genutzt, dich an mir vorbei in den Auslauf zu quetschen.

Ach mensch, ich habe so gehofft, dass alles wieder gut wird. Wir fuhren noch einmal zum TA, um dich untersuchen zu lassen – wir konnten nichts finden, nicht mal einen kleinen Miniansatz hatten wir.
Also beschlossen wir, dir prophylaktisch auch weiterhin Medis zu geben. Dir ging es unverändert gut, alles bestens.

Naja fast… nach einigen Tagen konnte man sehen, dass du abgenommen hast – bei deiner zierlichen Figur schon nicht ganz so schön.

Heute Morgen musste ich dann feststellen, dass du wieder völlig schlapp, fast apathisch, warst, geborstelt hast und auch völlig dehydriert warst. Wir fuhren also wieder zum TA – nach eingehender Untersuchung haben wir dann beschlossen, dich gehen zu lassen.

Es gab keine Aussicht auf Besserung, keine Medis haben gegriffen und dir ging es schlechter, du hast arg abgenommen und man konnte deine Kochen schon überall fühlen. Trotz Flüssigkeitsdepots bist du mehr und mehr ausgetrocknet.

Ach man, ich hatte so gehofft, dich noch einmal mitnehmen zu können – aber dieser Weg war der besser für dich, auch wenn es mir dabei das Herz zerreißt.

Du warst immer ein kleiner Sonnenschein. Auch shcon als ich dich im TH Braunschweig kennenlernte.

Du hattest einen übel vereiterten Fuß und ich beschloss, dich mitzunehmen. Wir haben lange um dein Füßchen gekämpft, es war heftig und auch richtig tief – aber wir haben den Kampf um den Erhalt deines Füßchens gewonnen.

Nach und nach bist du noch mehr aufgeblüht, du hast mich regelrecht angesprungen, konntest nie still sitzen und hast mindestens 27 Aufträge gleichzeitig bearbeitet. Oft bist du mir durch die Lappen gegangen und in den Tiefen meiner Wohnung verschwunden. :) Lange warst du nie außer Sicht – du musstest dich schließlich bewegen und das hat deine Position verraten :)

So oft hast du mich genervt und ich hätte dich an die Wand nageln können, nur damit du 2 Minuten mal stille sitzt – geholfen hätte das sicher nicht.

Ach man, ich wünsche mir gerade, dass ich ins Rattenzimmer komme und du mir die Beine hoch kletterst oder dich an mir vorbei quetscht.

Du warst der lustige Sonnenschein in der Rattenfamilie – ich weiß schon nicht mehr, wie es im Rattenzimmer ohne dich ist.

Ich kann es immer noch nicht verstehen, warum du gehen musstest – hätten wir nicht noch ein Weilchen miteinander haben können??

Ich hoffe, dass du mir nicht böse bist, dass ich diese Entscheidung getroffen habe, aber ich wollte dir weiteres Leid ersparen.

Machs gut mein kleiner Mann – ich hoffe, dass es dir, dort wo du jetzt bist, gut geht und du alte und auch neue Freunde wieder gefunden hast.

Sitzt auch mal einen Moment still und nerv nicht so sehr :) – ich habe dich sehr lieb – ich hoffe, du weißt es.

Grüß mir die anderen Nervis auch ganz lieb und lass es dir gut gehen.

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Nelly *05.12.2006 – 19.01.2009

Veröffentlicht in *Regenbogenbrücke am 19. Januar 2009 von nervnasen

Meine kleine Zaubermaus,

heute war der Tag, wo wir auch dich gehen lassen mussten. Am Donnerstag dachte ich noch, wir hätten einige Wochen zusammen, aber schon gestern wurde ich eines besseren belehrt. Heute entschied ich, dass es besser ist, dich gehen zu lassen, um dir weiteres zu ersparen.

Du hattest einen Tumor am After/Scheide, den wir nicht operieren konnten, da er zu weit nach innen schon in Richtung Blase und Gebärmutter ging.

Dir ging es soweit gut, regelmäßige Kontrollen hast du brav über dich ergehen lassen und nie schmerzhaftes  Verhalten bei Druckuntersuchungen gezeigt. Du hast weiterhin gefressen, viel gekuschelt und auch noch gerne deine Häuschen zerfressen.

Alles in allem, warst du die Nelly, die man kannte – klar wurdest du ruhiger, aber dies lag an deinem Alter.

Seit einigen Tagen vor deinem Tod hast du geborstelt, auch hier konnten Untersuchungen uns keine Diagnose geben. Wir haben beschlossen, dir prophylaktisch ein Schmerzmittel zu geben, um abschätzen zu können, ob du Schmerzen hast.

Auch dies brachte nichts, du hast weiter vor dich hingeborstelt. Anfangs warst du auch noch munter, jedoch konnte man dann einen täglichen Abbau erkennen. Du wurdest kantiger, deine Hüftknochen standen etwas heraus und du hast dich mehr und mehr zurück gezogen – bis ich am Sonntag wusste, dass wir dich gehen lassen müssen, um Schlimmeres zu verhindern.

Im Januar 07 bist du mit deiner Schwester Kira und deiner Freundin Tessa zu mir gekommen. Anfangs wart ihr recht schissig, seid dann aber schnell aufgetaut und habt Vertrauen gefasst.

Ihr seid so toll geworden, trotz der unmöglichen Verhältnisse, aus denen ihr gekommen seid.
Es hatte gerade geschneit und war furchtbar kalt -  ich fuhr nach Hannover, um euch aus bescheidenen Verhältnissen zu holen. Bescheiden ist untertrieben, ihr musstet draußen in Verschlägen schlafen. Das Wasser war eingefroren und das Heu/Strohzeug in eurem Käfig war nass und teilweise auch schon gefroren.

Viele von euch haben Schnupfen gehabt und mussten behandelt werden. Du warst kerngesund. Die Wahl dich zu behalten, hatte viel mit deinem Charakter und deiner Aufdringlichkeit zu tun.

Fest stand, Kira, ohne Vorderbeinchen, mit einer Freundin zu behalten. Tessa mochte ich von Anfang an sehr gerne, überlegte hin und her, da du auch kräftig mit gemischt hattest und ich nun ein bisschen doll in euch beide verliebt war. Hin und her – her und hin. Ich behielt dich und die Tessa, als Freundinnen für die kleine Kira-Maus.

Du warst von Anfang an neugierig und nervig – eigentlich schon penetrant und aufgedreht. Ständig habe ich dich im Auslauf suchen müssen und dich irgendwo anders, als vermutet, wieder gefunden.

Manchmal hast du mich ziemlich genervt und mir bestimmt 1200 graue Haare verpasst…. :) Am schlimmsten fand ich immer dein Ausbruchsvariationen aus dem blöden Hasenkäfig.

Da Kira nun keine Vorderbeinchen hat und somit auch keine Treppen oder Leitern gehen kann, wollte ich euch viel Lauffläche bieten. Ich kaufte also den längsten Kaninchenkäfig den es gab, verschönerte ihn so, dass die und Tessa nicht langweilig wurde und war ganz stolz auf mein Objekt… Bis du dich durch die Gitter gequetscht hast – das war nun dein neustes Hobby und ich hätte dich würgen können….

Nun ja, glücklicherweise probierte ich aus, ob Kira die Treppen des Unidom hoch und runter gehen kann.

Ihr habt nun probeweise im Unidom gewohnt und ich war sehr froh, dich nicht immer überall suchen zu müssen. Kira hat erstaunlicherweise ganz schnell gelernt, die Treppen hoch und runter zu gehen und somit waren deine Ausbrüche Geschichte.

So viel hast du mir zerfressen und es als persönlichen Schmuck für dich und dein Heim verwendet. So oft habe ich dich verflucht, in Gedanken ausgesetzt und verkauft – aber nie konnte ich deine bezaubernden Art wirklich lange böse sein. Deine Äuglein guckten dann immer sehr traurig und du hast es perfekt geschafft, dich einzuschleimen :)

Ach mensch, ich hatte so gehofft, dass wir noch ein Weilchen miteinander haben und die Zeit genießen können – aber es sollte so nicht sein.
Ich hoffe, dass es dir hinter der Regenbogenbrücke gut geht, es keine Schmerzen oder ähnliches mehr gibt und du die Zeit genießen kannst.

Machs gut meine Maus – grüß mir die anderen und lass dich ganz dolle drücken.