Hallo meine kleine Nervensäge,
jetzt bist du an einem Ort, an dem schon etliche andere Freunde auf dich warten
Heute war es an der Zeit dich gehen zu lassen - ich hatte so gehofft, dass wir dich noch ein Weilchen bei uns haben können, aber jeder Tag hier, hätte dir nicht mehr wirklich etwas gebracht.
Am 20.01.2009 habe ich dich am frühen Morgen völlig Sekret verschmiert gefunden, du hast geborstelt und deine Äuglein kaum aufbekommen. Gefressen hast du zum Glück noch.
Ich habe dir Medis gegeben und bin dann zur Arbeit gefahren, wo kaum eine Minute verging, in der ich nicht an dich dachte…
Als ich Heim kam, dachte ich, dass mich der Schlag trifft, du kamst mir entgegen gesprungen und nur noch am rechten Auge hast du etwas Sekret gehabt – das an das Elend am Morgen erinnerte.
Dein Verhalten war wie immer, du kamst sofort zu mir und hast die Gelgenheit genutzt, dich an mir vorbei in den Auslauf zu quetschen.
Ach mensch, ich habe so gehofft, dass alles wieder gut wird. Wir fuhren noch einmal zum TA, um dich untersuchen zu lassen – wir konnten nichts finden, nicht mal einen kleinen Miniansatz hatten wir.
Also beschlossen wir, dir prophylaktisch auch weiterhin Medis zu geben. Dir ging es unverändert gut, alles bestens.
Naja fast… nach einigen Tagen konnte man sehen, dass du abgenommen hast – bei deiner zierlichen Figur schon nicht ganz so schön.
Heute Morgen musste ich dann feststellen, dass du wieder völlig schlapp, fast apathisch, warst, geborstelt hast und auch völlig dehydriert warst. Wir fuhren also wieder zum TA – nach eingehender Untersuchung haben wir dann beschlossen, dich gehen zu lassen.
Es gab keine Aussicht auf Besserung, keine Medis haben gegriffen und dir ging es schlechter, du hast arg abgenommen und man konnte deine Kochen schon überall fühlen. Trotz Flüssigkeitsdepots bist du mehr und mehr ausgetrocknet.
Ach man, ich hatte so gehofft, dich noch einmal mitnehmen zu können – aber dieser Weg war der besser für dich, auch wenn es mir dabei das Herz zerreißt.
Du warst immer ein kleiner Sonnenschein. Auch shcon als ich dich im TH Braunschweig kennenlernte.
Du hattest einen übel vereiterten Fuß und ich beschloss, dich mitzunehmen. Wir haben lange um dein Füßchen gekämpft, es war heftig und auch richtig tief – aber wir haben den Kampf um den Erhalt deines Füßchens gewonnen.
Nach und nach bist du noch mehr aufgeblüht, du hast mich regelrecht angesprungen, konntest nie still sitzen und hast mindestens 27 Aufträge gleichzeitig bearbeitet. Oft bist du mir durch die Lappen gegangen und in den Tiefen meiner Wohnung verschwunden.
Lange warst du nie außer Sicht – du musstest dich schließlich bewegen und das hat deine Position verraten
So oft hast du mich genervt und ich hätte dich an die Wand nageln können, nur damit du 2 Minuten mal stille sitzt – geholfen hätte das sicher nicht.
Ach man, ich wünsche mir gerade, dass ich ins Rattenzimmer komme und du mir die Beine hoch kletterst oder dich an mir vorbei quetscht.
Du warst der lustige Sonnenschein in der Rattenfamilie – ich weiß schon nicht mehr, wie es im Rattenzimmer ohne dich ist.
Ich kann es immer noch nicht verstehen, warum du gehen musstest – hätten wir nicht noch ein Weilchen miteinander haben können??
Ich hoffe, dass du mir nicht böse bist, dass ich diese Entscheidung getroffen habe, aber ich wollte dir weiteres Leid ersparen.
Machs gut mein kleiner Mann – ich hoffe, dass es dir, dort wo du jetzt bist, gut geht und du alte und auch neue Freunde wieder gefunden hast.
Sitzt auch mal einen Moment still und nerv nicht so sehr
– ich habe dich sehr lieb – ich hoffe, du weißt es.
Grüß mir die anderen Nervis auch ganz lieb und lass es dir gut gehen.














